Cybercrime Darknet Report: Gezielte Spionageangriffe auf Verteidigungssektoren und NATO-Staat
Originaltitel: Cybercrime Darknet Report – Stats vom 04.05.26 bis 10.05.26 (KW19)
KI-Zusammenfassung
Laut dem aktuellen Cybercrime-Report führten mutmaßlich staatliche Hacker aus China gezielte Spionageangriffe auf Regierungs- und Verteidigungsstrukturen in Asien und einem NATO-Staat durch. Parallel dazu setzte die iranische Gruppe MuddyWater auf Social Engineering via Microsoft Teams zur verdeckten Datenexfiltration. Weltweit wurden in der erfassten Woche über 200 neue Opfer von Cyberangriffen und Datenabflüssen auf Darknet-Leak-Seiten registriert.
Kernaussagen
China-nahe Gruppe SHADOW-EARTH-053 attackierte Regierungs- und Verteidigungssektoren in Asien und einem NATO-Land.
Iranischer Akteur MuddyWater nutzte Microsoft Teams zur Infiltration und Umgehung von Multi-Faktor-Authentifizierungen.
Weltweit 206 neue Ransomware- und Datenexfiltrations-Opfer erfasst, davon elf im DACH-Raum.
In der 19. Kalenderwoche wurden weltweit 206 neue Opfer von Ransomware- und Data-Exfiltration-Angriffen auf bekannten Leak-Seiten im Darknet erfasst. Elf betroffene Organisationen entfallen auf den DACH-Raum, darunter neun aus Deutschland und zwei aus der Schweiz. China-nahe Hacker der Gruppe „SHADOW-EARTH-053“ führten Spionageangriffe auf Regierungs- und Verteidigungssektoren in Asien und einem europäischen NATO-Staat durch. Über bekannte Schwachstellen in Microsoft-Exchange- und IIS-Servern verschafften sie sich Zugriff, installierten Webshells und Malware wie ShadowPad mittels DLL-Sideloading. Parallel griff die Kampagne „VENOMOUS#HELPER“ mehr als 80 Organisationen über Phishing-Mails an. Dabei wurden legitime Fernwartungstools wie SimpleHelp und ScreenConnect missbraucht, um dauerhaften Zugriff auf Systeme zu sichern. Der iranische Bedrohungsakteur MuddyWater nutzte Microsoft Teams für Social-Engineering-Angriffe, sammelte Zugangsdaten und manipulierte Multi-Faktor-Authentifizierung. Statt klassischer Ransomware lag der Fokus auf verdeckter Datenexfiltration. In Frankreich wurde ein 15-Jähriger wegen des Verkaufs gestohlener Daten aus dem ANTS-Leak festgenommen. Die Gruppe ShinyHunters behauptet zudem, 280 Millionen Datensätze des Bildungsunternehmens Instructure gestohlen zu haben. DarkOwl warnte vor neuen Entwicklungen wie dem US-Meldegesetz CIRCIA für kritische Infrastrukturen sowie dem Trend „Violence-as-a-Service“, bei dem Gewaltakte online vermittelt werden. Zudem wurden mehrere große Datenlecks gemeldet, darunter bei Pitney Bowes, ADT, Service Civique, Movilnet und Kroll. 12.05.2026 Der Beitrag Cybercrime Darknet Report – Stats vom 04.05.26 bis 10.05.26 (KW19) erschien zuerst auf Agentur Cyberschutz .