DEUnbemannte Systeme· Quelle: Drones Magazin
Vorläufige Verkehrszulassung für Rheinmetalls LUNA NG erreicht
KI-Zusammenfassung
Das Luftfahrtamt der Bundeswehr hat dem unbemannten Aufklärungssystem LUNA NG von Rheinmetall eine vorläufige Verkehrszulassung erteilt. Dies ist ein wichtiger Zwischenschritt zur vollständigen Musterzulassung und ermöglicht künftig Einsätze auch im regulären Luftraum abseits militärischer Sperrgebiete. Bei der Bundeswehr wird das System mit über zwölf Stunden Flugzeit unter der Bezeichnung HUSAR eingeführt.
Kernaussagen
- Vorläufige Verkehrszulassung durch das Luftfahrtamt der Bundeswehr für Drohnensystem LUNA NG erteilt
- Ermöglicht durch Erfüllung ziviler Sicherheitsstandards Flüge im regulären europäischen Luftraum
- Bundeswehr führt das Aufklärungssystem unter dem Namen HUSAR mit über 12 Stunden Flugdauer ein
- Erste Bundeswehr-Bediener und Prüfer wurden bereits erfolgreich ausgebildet
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Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur vollständigen luftfahrttechnischen Zulassung des unbemannten Aufklärungssystems LUNA NG ist erreicht: Das Luftfahrtamt der Bundeswehr (LufABw) hat für das bei Rheinmetall beauftragte System eine vorläufige Verkehrszulassung erteilt. Damit ist ein wesentlicher Schritt auf dem Weg zur angestrebten Musterzulassung abgeschlossen. Die vorläufige Verkehrszulassung der LUNA NG ermöglicht die nahtlose Integration einer europäischen Militärdrohne in regulärem, exklusivem Luftraum. Im Gegensatz zu vergleichbaren Systemen erfüllt sie zivile Sicherheitsstandards und durchbricht somit die Beschränkung auf rein militärisches Gebiet. Das Erfüllen der strengen Prüfmethoden der Luftfahrt erlaubt perspektivisch den regulären Flug über dicht besiedeltem europäischem Territorium. Damit überwindet das System eine regulatorische Barriere und setzt neue Maßstäbe für die Einsatzmöglichkeiten militärischer Aufklärung in Europa. Mike Schmidt, CEO der Business Unit Air Unmanned Space bei Rheinmetall, sagte: „Die Zulassung erfolgt nach den gleichen Maßstäben wie bei großen Luftfahrzeugen, etwa einem A320. In diesem Fall bestand eine besondere Herausforderung darin, dass kritische Komponenten wie der Autopilot oder sicherheitskritische Navigationssysteme in Eigenregie entwickelt und zugelassen werden mussten. Zertifizierte Systeme für taktische unbemannte Luftfahrzeuge sind am Markt schlicht nicht verfügbar.“ Die technische Reife der LUNA NG wurde bereits in umfangreichen Flugerprobungen im Rahmen ziviler Betriebsgenehmigungen nachgewiesen. Insgesamt absolvierte das System rund 150 Flüge mit etwa 200 Flugstunden. Parallel dazu wurden die ersten sogenannten „Steuerer und Nachprüfer“ der Bundeswehr erfolgreich auf LUNA NG ausgebildet. Damit stehen bereits qualifizierte Kräfte für den eigenständigen Betrieb zu Ausbildungs- und Prüfzwecken zur Verfügung. Die Bundeswehr führt LUNA NG unter der Bezeichnung HUSAR („Hocheffizientes Unbemanntes System zur Aufklärung mittlerer Reichweite“) ein. Das System ist für die ausdauernde, luftgestützte Aufklärung, Klassifizierung und Erkennung von Objekten in Echtzeit ausgelegt. Mit einer Flugzeit von mehr als 12 Stunden verfügt LUNA NG über eine hohe Reichweite und Ausdauer. Mit der vorläufigen Verkehrszulassung erreicht Rheinmetall einen weiteren wichtigen Meilenstein bei der Realisierung des HUSAR-Systems. Die Arbeiten zur vollständigen Musterzulassung werden parallel fortgeführt. Der Beitrag Vorläufige Verkehrszulassung für Rheinmetalls LUNA NG erreicht erschien zuerst auf Drones .
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